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23.06.2017

Erfahrungsbericht Als Neuling mit Dr. Matthias Bartke nach Berlin

Wir freuen uns, dass unser Neumitglied Sebastian die Möglichkeit wahrgenommen hat, kurz nach seinem Eintritt in die SPD, an einer Zwei-Tagesfahrt mit Dr. Matthias Bartke (MdB) nach Berlin teilzunehmen. Seine Begeisterung war so groß, dass er uns diesen tollen Erfahrungsbericht zugesandt hat. Vielen Dank!

Haben Sie Interesse an einen Besuch in Berlin? Auf der Internetseite von Dr. Matthias Bartke erfahren sie mehr!

Lesen Sie den folgenden Bericht von Sebastian, um einen Eindruck einer solchen Fahrt gewinnen zu können.

Irgendwie war das schon ziemlich aufregend: Noch keine vier Wochen das Parteibuch in der Hand und schon mit meiner (!) Partei für zwei Tage ins politische Berlin reisen. Und dabei auch noch einen „echten“ Bundestagsabgeordneten treffen, so richtig mit „Anfassen“ und „Fragen stellen und Anliegen loswerden“ können. Cool!

Am Hamburger Hauptbahnhof ging es so richtig früh los. Ich kannte zwar noch keinen Menschen, aber die freundliche Mitarbeiterin aus Matthias´ Büro machte den Einstieg leicht und die Stimmung war gut. Im Zug schaute Matthias kurz vorbei und ging dann wohl gleich an die Arbeit, denn was eine Sitzungswoche für die Abgeordneten an Arbeit und vor allem Terminstress bedeutet, hat er uns dann ein paar Stunden später im Bundestag erklärt. So viel sei schon verraten: 16-Stunden-Tage sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

In Berlin wurden wir von einer weiteren netten Dame empfangen, diesmal vom Bundespresseamt. Sie machte auch gleich schon die Busfahrt zum Bundestag zu einer politischen Sight-Seeing-Tour. Als ehemaliger Berliner kannte ich zwar die meisten Sachen schon vom Sehen, aber jetzt erst wurden historische und politische Hintergründe und Vorgänge verstehbar.

Nach einem Security-Check im Airport-Style ging es dann in den Plenarsaal. Da gerade keine Sitzung stattfand, führte uns ein Mitarbeiter der Bundestagsverwaltung in Geschichte und Architektur des Gebäudes ein und erklärte auch gleich einige der Vorgänge und Regeln, die wir bisher nur aus dem Fernsehen kannten. Trotz der angenehmen Nüchternheit des Saales stellte sich automatisch eine würdevolle Atmosphäre ein.

Nicht der schlechteste Arbeitsplatz für die Abgeordneten, den diese aber gar nicht so viel sehen, wie im anschließenden Treffen mit Matthias Bartke in einem der kleineren Versammlungsräume deutlich wurde. Seine Sitzungswoche ist pickepacke voll mit Fraktions- und Ausschuss-Sitzungen, Experten-Anhörungen und sonstigen Veranstaltungen, so dass der Sitzungstag des Plenums nur einen kleineren Teil seiner Arbeitszeit ausmacht, gleichwohl dieser Tag öfters auch bis tief in die Nacht gehen kann.

Matthias hatte sichtlich Spaß an unserem Treffen, erzählte uns neben seinen täglichen Arbeitsabläufen als Bundestagsabgeordneter auch von seinem politischen Werdegang in der SPD bis hin zum Abgeordneten. Seine wichtigste Lehre: „Abgeordneter werden“ als Ziel funktioniert nicht, man muss einfach da sein und anpacken. Na ja, der Bundestag hat ja auch keine Gitterstäbe, an denen man rütteln und dabei rufen kann: „Ich will hier rein!“. Diese Geschichte von Gerhard Schröder ist ja aber auch ein bisschen zu schön.

Nach dem Check-In im Hotel, welches gleich am Tiergarten lag, ging es zum Abendessen auf eine Barkasse. Die „Fleetfahrt“ ging vom Anleger in der Nähe des Ernst-Reuter-Platzes im Westen bis hin zur berühmten Oberbaumbrücke im ehemaligen Osten und weiter in den Ostteil der Stadt hinein. So habe ich meine ehemalige Stadt auch noch nicht gesehen und wieder viele Informationen darüber erhalten. Wieso macht man so was eigentlich nie, wenn man in der Stadt aktuell lebt und arbeitet?

Der nächste Tag war ebenfalls gut gefüllt: Ein Besuch im Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit einem äußerst informativen Vortrag (Da arbeiten echte Profis!), ein Besuch mit Mittagessen in der Hamburger Vertretung (Wir Hamburger werden hanseatisch gediegen und sehr aktiv in Berlin vertreten) und ein Besuch in der Willy-Brandt-Ausstellung mit professioneller Führung (Es wurde mal wieder deutlich, wie wichtig es ist, geradlinig für seine Werte einzustehen und danach zu leben und zu handeln) wurden durch informative Busfahrten durch das politische Berlin miteinander verbunden.

Den abschließenden Besuch des Holocaust-Denkmals machte jeder „auf eigene Faust“, so dass wir dann doch recht erschöpft am späteren Abend die Heimreise nach Hamburg antraten. Die Teilnehmer hatten sich aber mittlerweile gut zusammengefunden, so die Rückfahrt ziemlich kurzweilig war. Das kann ich zumindest von meinem Abteil sagen, in dem sich noch weitere „Frischlinge“ wie ich zusammengefunden hatten und sich rege über ihre ersten Gehversuche in der SPD und die sie bewegenden Themen austauschten.

Mein Fazit: Lohnt sich für Neulinge wie auch für „Alteingesessene“ (Wir hatten einen Herrn mit über 60 Jahren SPD-Mitgliedschaft dabei. Respekt!).